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Ist Kunst schaffen nicht wie das Leben? Ein ewig-quälendes Balancieren zwischen Konzentration und Freigeben. Will ich das tobende Meer oder die stille See? Ist diese Linie intakt oder doch zerstört? Es kommen Fragen auf, mehr als Antworten. Und manchmal will ich es zerstören wegen dieser Unklarheit, die Farben zerreißen, die Welt ausradieren. Aber meist kommt es so: Das Werk hat Bestand – weil es lebt.

Das Improvisieren ist die wahre Kunst. Das Nicht-Können. Zeichen setzen und sie unsichtbar machen. Den Faden wieder aufnehmen, wo man ihn verloren glaubt. Wenn ich beginne, die Geduld zu verlieren, ist es gewonnen. Und wenn es gerettet werden muss, dann mit Herzblut.

Die ergiebigsten Momente beim Malen sind das Wegschauen. Wenn das Wollen sich verabschiedet, auseinanderfaltet und auflöst. Was es dann ist, was bleibt? Ausuferndes, das sich einen Weg bahnt. Die Farben schwimmen auf dem Papier dahin wie ramponierte Segelboote auf dem Meer – mit wehenden Fahnen.

 

crazy portraits

 

metamorphosen

 

sceneries