sceneries

Wir sind unheimlich. Im Vorübergehen.

Und erst in der anhaltenden Stille erfahren wir, welche Schlupflöcher und verborgene Ecken und Winkel manche Orte haben. Fallen wir in Zwischenräume, vervielfältigen sie sich, strecken ihre überlangen Arme in den Himmel oder den Abgrund.

Manchmal werden sie graziler und unfassbarer. Transparente feingezeichnete Skizzen, Figuren in die man sich legen will. Nischen zum Verweilen, weil sie sich wieder auflösen. Und manchmal streunt eine Stimme in den Räumen umher, auf der Suche.

Es wird plötzlich klar, dass all das immer lauert, sitzt, bereit ist. Oder hilfreich zur Seite steht. Einem die Hand reicht im Verborgenen. Ein kleines zweites Notfallherz zur Reanimation im Bedarfsfall. Und am Ende, im Erwachen, bleibt die Ahnung. Danach ist man auf unerklärliche Weise gereinigt. Ohne zu wissen, ohne zu wollen. Nur ein Echo klingt nach, im Inneren.

Nachfolgend ein Auszug aus meinen Arbeiten zwischen 2011 und 2021.